Aus- und Weiterbildung "Soziokulturelle Animation"
Schwerpunkt Seniorenanimation

Der Mensch ist nur dort ganz Mensch, wo er spielt.
(Friedrich Schiller)


Spielen haben die meisten Menschen in ihrer Kindheit wie selbstverständlich geübt, später aber leider wieder verlernt. Soziokulturelle Animation ist ein spielerischer Zugang und eine vertiefende Dimension in der Arbeit mit Menschen.

Ziel der Soziokulturellen Animation ist das Aufspüren, Bewusstmachen und das spielerische Gestalten von Themen, die unser Leben betreffen. Fehlende Teile in der Persönlichkeit, versteckte Wünsche, kurz alles, was im Alltag zuwenig Platz hat, wird in der Gruppe erarbeitet, vorgestellt und reflektiert.

Zielgruppe
Alle animatorisch und freizeit-pädagogisch Interessierte bzw. in diesen Bereichen tätige Personen.

Inhalt
Wir bieten eine qualifizierte und umfassende Aus- bzw. Weiterbildung, die dem animatorischen Berufsbild entspricht.
Wir vermitteln animatorische Praxis und Theorie sowie angewandte Methodik.

Schwerpunkte Seniorenanimation
• Angewandtes Rollenspiel und Soziodrama
• Kommunikation und Reflexion in der Gruppe
• Bewegung und Tanz
• Animatorisches Musizieren
• Malen in der Gruppe
• Arbeit mit verschiedenen Materialien
• Motogeragogik
• Die Kunst der Wahrnehmung
• Validation und Biografiearbeit
• Praxisorientierte Gerontologie
• Erste Hilfe
• Substanzbezogene Störungen im Alter
• Themen- und Festgestaltung
• Umgang mit Abschied
• Praxis- und Praktikumsbegleitung

Künstlerisch-kreativ erwerben die TeilnehmerInnen animatorische Haltung und Praxis, die sich im gemeinsamen prozessorientierten Spiel in der Gruppe entfaltet.

Ausbildungsdauer
2 Semester (36 Abende + 7 Wochenenden = insgesamt 203 Stunden)
+ 120 Stunden Praktikum
Abschlussdokumentation

Nächste Einstiegsmöglichkeit
19 September 2012

Kosten
€ 3.800,- (inkl. USt.)

TeilnehmerInnenanzahl
Max. 15 Personen/Gruppe

Kursort
1100 Wien, Quellenstraße 2c

Lehrgangsleitung/Lehranimator
Ralf Ullsperger
Studium der Pädagogik (Erw. Bildung )und Theaterwissenschaft.
Erste animatorische Projekte seit 1972 - vorrangig im Dramatischen Zentrum Wien. Seit 1980 Kollektive Leitung der Ausbildung für soziokulturelle Animation ebendort. Supervisionen und Weiterbildungen für verschiedene soziale Einrichtungen (u.a. Volkshilfe und Verein Wiener Jugendzentren). Seit 1999 Mitarbeiter bei Mentor. Davon 8 Jahre Projektleitung für Arbeitssuchende mit besonderen Bedürfnissen. Ab Nov. 2006 Betriebsratsvorsitzender. Seit 2007 Konzeption und Leitung der Animationsausbildung mit dem Schwerpunkt Seniorenanimation. Zahlreiche Weiterbildungen, zuletzt Ausbildung bei Paul Rebillot (Kalifornien) in Gestaltarbeit und Theater der Archetypen. Seit 1995 Entwicklung eigener Dramaturgien für mehrtägige Settings in der Erwachsenenbildung.

weitere LehranimatorInnen

Birgit Aeschbacher-Pec
Fachschule für Werbegestaltung,
Mehrjährige Mitarbeit bei Greenpeace und anschließend Aids-Hilfe. diverse Projekte der Soziokulturellen Animation im Bereich Theater, Kinder und Jugendliche; Animatorin und Leiterin d. Jugendzentrums Ottakring, Abschluß Sozialmanagement, Animatorin in 2 Pensionisten-Wohnhäusern, 10 Jahre Energiearbeit nach der Alohim 21 Ebenen Methode, Fotokünstlerin und glückliche Hühnerhalterin am Land.

Dr. Gertraud Czerwenka-Wenkstetten
Eine der Fossilien der Animation-
hat ihren Einstieg über Frankreich (,,animation socioculturelle“) begonnen.
Sie hat gelernt, dass das menschliche Entwicklungspotential nur durch eine intensive Vernetzung der linken und der rechten Gehirnhälfte und der alten und neuen Gehirnanteile dauerhaft möglich ist. Als ,, Seelengärtnerin“ (eine Mischung aus Medizin, Psychologie, Kunst und Sozialtherapie) kennt sie keine größere Freude, als Menschen bei ihrer Entwicklung zu provozieren und zu begleiten.

Charlotte Felder
Dipl. Sozialpädagogin, 2-jährige Ausbildung Freizeitpädagogik- Animation, 12 Jahre Kinder und Jugendarbeit beschäftigt bei Gemeinde Wien, 21 Jahre Seniorenarbeit beschäftigt beim Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser im Fachbereich Animation davon die letzten 8 Jahre Leitung des Fachbereichs für 31 Pensionistenwohnhäuser.
Zusatzausbildung: Sporterziehung, Qi-Gong Trainerin, Shiatsu Praktikerin

Ariane Hochleitner
Akad. Fachkraft für Suchtberatung und Suchtprävention (FH)
Dipl. Heilp. Fachbetreuerin, zertifizierteTrainerin, Lehrausbildungsberechtigt
Nach Absolvierung der Lehranstalt für heilpädagogische Berufe und der Fachhochschule St. Pölten, bin ich nun seit 25 Jahren in den verschiedensten psychosozialen Bereichen tätig, Begleitung von Menschen mit Suchterkrankungen, Lernschwierigkeiten, Verhaltenskreative Jugendliche und junge Erwachsene und in der Wohnugslosenhilfe.
Mein Handeln ist von dem Leitsatz geprägt
Im Mittelpunkt der Mensch, sowie wertschätzender und respektvoller Umgang mit ihm.

MMag. Alexander Popper,
Gerontloge, Pädagoge, Supervisor und Coach (ÖVS), bildender Künstler,
Berufserfahrung in der Seniorenarbeit: Animation, Biografiearbeit, Betreuung dementer Menschen, Förderung von Generationenbeziehungen, Gestaltung und Organisation aufsuchender Begleitung für hochbetagte Menschen.

Michaela Schwind
Dipl. VTI Validationstrainerin nach Naomi Feil, Wohnbegleiterin im PWH leopoldau, Gründerin und Leiterin des "Erinnerungstheater Wien", das Lebensgeschichten in Szene setzt.

Wolfgang Weissengruber
Musiker, Jazzpädagoge und Trainer
Mein Anliegen ist es, Musikmachen als eine Weise der Persönlichkeitsbildung zu vermitteln, und das ganz aktiv und erlebnishaft. Beim voraussetzungsfreies Improvisieren mit musikalischen Gestaltungsmitteln kommt es zu emotionalen und sozialen Prozessen,
die Wahrnehmung, Kommunikation und Gruppendynamik fördern.
Die TeilnehmerInnen müssen keine musikalischen Kenntnisse mitbringen und können doch den/die Musiker/in in sich entdecken und entfalten.
Auch möchte ich einige Ergebnisse der Musikwirkungsforschung beleuchten und pädagogische und wissenschaftliche Einsichten diskutieren.

Thesi Zak
Selbstständige Motopädagogin und Motogeragogin; Psychomotorische Entwicklungsbegleitung für Menschen von 3 bis 103 Jahren
Erwachsenen Fort- und Weiterbildung, Buchautorin
Theoretischer Einblick in die Psychomotorik /Motogeragogik; Basisdimensionen & Leitideen der Psychomotorik, Phasenmodell, Zielbereiche der Mg und deren Bedeutung Sequenzen und Inhalte einer MG-Einheit; Sinn des Einsatzes von Alltagsmaterialien; Experiment und Spiel und deren Bedeutung Unterschiedliche Praxiseinheiten zur Selbsterfahrung; Kennen lernen vielfältiger Materialien und deren Einsatzmöglichkeiten


Kontakt und Information
Ralf Ullsperger
01-60 51 71-100
0664-6213968 (mobil)